Sollen wir mal ein Hochhaus bauen?

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Hochhaus_Cover_dig_2botopress freut sich über ein neues, schönes und wichtiges Buch. Sollen wir mal ein Hochhaus bauen? Faksimileausgabe. Herausgegeben von Jörg Potthast. Ein neu gestalteter Wiederabdruck mit eigens für die Ausgabe beauftragten Kommentaren. Und vielleicht die einzige deutsche Monografie zu einem Hochhaus ohne Foto des Hochhauses. Bildmaterial gibt’s trotzdem.

Für viele Menschen sind Hochhäuser einfach nur Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Auch eine lange Geschichte kritischer Auseinandersetzungen um Hochhäuser in Innenstädten hat daran nichts geändert. Entsprechend selten ergibt sich die Möglichkeit, mit dieser eindimensionalen, allein auf die symbolische Repräsentation ausgerichteten Wahrnehmung zu brechen. Die kontroverse Frage, woher architektonische Entwürfe ihre Gütekriterien beziehen, sollte aber breiter angelegt werden. Vorgeschlagen wird hier also, architektonische Qualität weniger nach Argumenten fachwissenschaftlicher oder stadtpolitischer Debatten zu bewerten. Stattdessen wird eine ethnografische Rekonstruktion der Praxis architektonischen Entwerfens unternommen. Der Architekt als Untersuchungsobjekt.

In dieser Logik hat Jörg Potthast einen Hochhaus-Entwurf für den Berliner Breitscheidplatz dokumentiert. Heute, zwanzig Jahre später, schreit die Eröffnung des Upper West förmlich danach, sich erneut mit diesem ungewohnten Blick auf die Entstehung des Hochhauses auseinanderzusetzen.

Die vorliegende Faksimileausgabe erweitert die ursprüngliche Studie um drei Kommentare, die einer empirischen Feldforschung mitunter amüsante selbstkritische, wissenschaftsgeschichtliche, zeitdiagnostische, diskursanalytische und sozio-politische Perspektiven zur Seite stellen.

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Stimmen zum Buch

„[…] ein Glücksfall, insofern es dazu einlädt, über die zeitliche Dimension in Designprozesse nachzudenken.“ Bernward Joerges

„Das Buch ist sehr ungewöhnlich, weil es etwas beschreibt, das normalerweise nicht beschrieben wird: die Planung von Gebäuden.“ Michael Guggenheim

„Jörg Potthast zeigt in seiner architektursoziologischen Arbeit, dass der architektonische Entwurf visuelle und sprachliche Elemente kreativ verbindet. Entwerfen heißt zu zeichnen ebenso wie Phantasie und Verkauf anregende Benennungen zu finden. Potthast widmet sich einem viel zu wenig beachteten Phänomen: Was tun Architekten, wenn sie entwerfen?“ Martina Löw

 

Über den Autor

Jörg Potthast ist Professor an der Universität Siegen und leitet dort den Arbeitsbereich Soziologie, insbesondere Workplace Studies. Mit Anleihen bei interdisziplinären Forschungen zur Wissenschaftspolitik und zur Technik-entwicklung befasst er sich mit der Politischen Soziologie technisierter und verwissenschaftlichter Gesellschaften.

 

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