erschienen: Das Ding mit den Städten von Reinhold Martin

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Das Problem liegt also in den unterschiedlichen Weisen, in denen Dinge als Vermittler auftreten können, und in den verschiedenen Sozialbeziehungen, die in ihnen mit angelegt sind. Bei Latour und Kittler fungiert Berlin als Hardware in beiden Bedeutungen des Wortes: als ein Schlüssel, der zwar die sozialen Codes der Stadt mitbestimmt, aber ihre Käfige nicht aufschließt; zugleich aber auch als ein vorübergehend enthaupteter, bürokratischer Informationsprozessor.

Reinhold Martin ist Architekt, Autor und Professor an der Columbia University. Dort leitet er das PhD-Programm im Bereich Architektur. Er ist Mitbegründer des wissenschaftlichen Journals Grey Room. Sein Buch The Organizational Complex: Architecture, Media, and Corporate Space (MIT Press) bietet eine historische und theoretische Analyse amerikanischer Firmenarchitekturen der Nachkriegszeit. Zusammen mit Berry Bergdoll hat er die Ausstellung Foreclosed: Rehousing the American Dream für das Museum of Modern Art (2012) in New York kuratiert. Der vorliegende Text widmet sich den unterschiedlich begründeten Existenzweisen der Stadt und ihrer Materialitäten.

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